Für eine neue Internationale
Von Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann
Vielen Linken ist sie vertraut, sie haben die Internationale gesungen, gesummt, mit oder ohne erhobene Faust, fühlend, dass Menschenrechte nicht allein national, sondern im internationalen Verbund erkämpft werden. Internationale in diesem Sinn gab es einige. Manche existieren nicht mehr, so die Kommunistische Internationale, untergegangen an einem Mangel an Demokratie, strategischer Klarheit, aufgelöst, als sie Stalin nichts mehr nützte. Andere gibt es noch, darunter die Sozialistische Internationale sozialdemokratischer Parteien, sie wirkt weltweit konterrevolutionär.
24.11.2010 - Kurzintervention: Kritische Reflextion zu Afghanistan und der Sowjetunion
I.9) Beschlussempfehlung u Bericht (8. A)
hier: Einzelplan 05 - Auswärtiges Amt
- Drucksache 17/3505, 17/3523 -
Vizepräsidentin Gerda Hasselfeldt:
Das Wort zu einer Kurzintervention hat der Kollege Gehrcke.
Der Traum von Rot-Rot-Grün
Eines hat die ganze Diskussion um die Bundespräsidentenwahl gezeigt: Es gibt bei vielen Menschen einen starken Wunsch nach der rot-rot-grünen Alternative; und die Wahl des Bundespräsidenten sollte ein Schritt in diese Richtung sein. Ob dieser Wunsch realistisch war, soll vorerst dahin gestellt bleiben. Die Motive für einen solchen Wunsch sind ganz offensichtlich sehr unterschiedlich. Das reicht vom schnöden Willen, einfach nur wieder die Regierung zu stellen, bis zu dem tiefen Wunsch, endlich einen neuen politischen Weg einzuschlagen, der die soziale Spaltung der Gesellschaft überwindet, Gerechtigkeit schafft, die Kriege und Auslandseinsätze beendet, die großen Menschheitsprobleme endlich anpackt und wieder eine lebenswerte Zukunft in Sichtweite bringt. ...
Gehrcke bloggt
Glaubt wirklich jemand, mit der Wahl Gaucks wäre eine Rot-Rot-Grüne Option verbunden gewesen, wenn noch nicht einmal versucht wurde, einen gemeinsamen Präsidentenkandidaten zu finden? Glaubt wirklich jemand, mit dem Sturz von Angela Merkel wäre etwas anderes eingeläutet worden als höchstens eine Neuauflage der Großen Koalition?
„Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist“
http://linkeblogs.de/wolfganggehrcke/
Zur Ankündigung von Oskar Lafontaine, nicht wieder als Parteivorsitzender zu kandidieren
Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann
Die Entscheidung von Oskar Lafontaine, nicht wieder als Parteivorsitzender zu kandidieren und sein Bundestagsmandat zurückzugeben, ist für DIE LINKE ein dramatischer Einschnitt. Lafontaine gehört zum Bild und Selbstbild der LINKEN, er hat es mit gezeichnet, programmatisch, strategisch, taktisch, kulturell. Wie kaum ein anderer, personifiziert er im In- und Ausland die Hoffnung auf eine starke Linke, die den Neoliberalismus angreift, um den Kapitalismus zu Fall zu bringen.
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